Mit Transcending - The Beginning of Josephine wollte ich eine Geschichte erzählen, die den Zuschauer auf eine Art und Weise anspricht und involviert, dass er sich selbst in das Abenteuer einbringen kann und sich mit Fragen zu verschiedenen Aspekten konfrontieren muss, die unseren Alltag beeinflussen.


Der Film handelt von einem Paar, mit dem sich zu Beginn der Geschichte wohl die meisten von uns identifizieren können. Das Paar versucht seinen Lebensunterhalt zu verdienen, sie hoffen auf eine bessere Stelle, würden gerne an einem besseren Ort leben, um eine Familie zu gründen…


Doch als Karen einen Unfall hat und von heftigen Albträumen und gespenstischen Visionen heimgesucht wird, werden alltägliche Sorgen sofort unwichtig. Es ist, wie wenn man sich über seinen Lohn beklagt und sich um Materielles sorgt. Dann plötzlich klingelt das Telefon und man erfährt, dass das eigene Kind im Spital liegt. In solchen Situationen werden scheinbare Probleme sofort nichtig. Genau dort beginnt die Geschichte mit diesem Paar.


Es war mir sehr wichtig, dass der Ausgangspunkt dieser Geschichte so nah wie möglich am realen Leben angesiedelt ist, damit sich die Zuschauer sofort mit den Hauptfiguren identifizieren können.


Für die visuelle Umsetzung der Geschichte habe ich mich für einen relativ klassischen Stil entschieden, vor allem für den zweiten Teil des Films in der Schweiz, der einen enormen Kontrast zum Ausgangspunkt in New Jersey bildet. Ich wollte diesen zeitlosen Ort und diese Atmosphäre erschaffen, die an Filme aus alten Zeiten erinnert, wie Chinatown von Roman Polanski oder die Werke von Alfred Hitchcock.


Während der Film diese interessanten Fragen über das Leben und über das, was danach folgen könnte, aufwirft, wollte ich sicherstellen, dass dem Zuschauer keine bestimmte Ansicht aufgezwungen wird. Die Mehrheit der Menschen würde vermutlich wie Brandon reagieren und neue Ansichten nur zaghaft akzeptieren. Obwohl der Film in einem Szenario darstellt, was nach unserem Tod mit uns geschieht, ist es trotzdem sehr wahrscheinlich, dass zehn Personen, die den Film gesehen haben, zehn unterschiedliche Meinungen im Hinblick auf ihre eigene Wahrheit oder Empfindung darüber haben. Und das ist auch gut so, denn eine wichtige Aussage, die der Film vermittelt, ist: „Realität ist eine Frage der eigenen Wahrnehmung oder Auffassung“.


Die Zuschauer werden Zeugen eines Phänomens, das sie auf eine Reise jenseits der Grenzen des Lebens führen wird…


Michael Wettstein



Michael Wettstein

Regisseur